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22/08/2011 / jasminhamadeh

Umzug in den e-Teaching-Blog auf der neuen Homepage

Liebe liebgewonnenen wertgeschätzen Blog-Leser/innen:

Kommt mit / Kommen Sie mit – wir ziehen um: In meinen e-Teaching-Blog auf meiner neuen Homepage: http://www.jasmin-hamadeh.de/e-teaching-blog/

Ich habe unseren Austausch seit Mai mit rüber geholt – und auch schon was Neues zum Streiten eingestellt…

Einen eleganten Weg, einen RSS-Feed-Button dort einzubauen,  habe ich noch nicht gefunden – aber das kommt noch… Ich hoffe, ihr könnt auch „von Hand“ abonnieren…

Ich gebe über Twitter Bescheid, wenn meine Haupt-Bastel-Phase in der Homepage abgeschlossen ist – noch fehlen mir so einige kleine und etwas größere Elemente, aber ich möchte die Homepage nun freigeben und beleben und dafür konsequenterweise dann auch den Blog mitnehmen.

Werde Ende September hier dann mal abschließen – aber das Licht bleibt an…

Freu mich auf euch und Sie in den neuen Räumen!

05/08/2011 / jasminhamadeh

Twitterchat: Spannendes Format!? Moderation? Retweeten?

Danke Webgrrls  für den ersten Twitterchat „Lernen, Lehren, Training“ ,
der u. a. im Nachgang zu Opco11 von Teilnehmern angeboten wurde.

Thema: Brauchen wir noch Kurse oder lernen wir informell?
Termin: 4.8.2011, 17:30 Uhr bis ca. 19 Uhr

Ich profitiere vom Nachlesen (konnte nicht live dabei sein) – schön „alte OpCo-Bekannte“ wieder zu sehen – und auch schön zu sehen, dass es da draußen noch mehr Leute gibt, die sich „social media-mäßig“ mit Lern- und Lehrthemen beschäftigen.

Mal sehen, ob ich im Gegenzug etwas „reingeben“ kann:


Format Tweetchat – technischer Zugang

Als Neuling im Tweetchat (und nicht mal live dabei gewesen… ) hab ich mich erst einmal am Format „abgearbeitet“ – vielleicht für potenzielle Teilnehmer weiterer Tweetchats wissenswert:

Spannend zur technischen Seite fand ich die Frage einer Teilnhemerin: “ Wie bist du drin: per Tweetdeck, Twittercheck?“ mit der Antwort „Ich nutze Hootsuite“.

Also ich hab daraus gelernt, es führen mal wieder viele Wege nach Rom:

  • Der Chat auf Twitter direkt: http://twitter.com/#!/search/realtime/%23lerntt – wer über Twitter direkt einsteigt, muss in jeden Tweet den Hashtag #lerntt eingeben
  • Der Chat auf Tweetchat: http://tweetchat.com/room/lerntt – wer sich darüber einloggt, kann auf den den Hashtag #lerntt verzichten und hat vor Tweets mit anderen Hashtags seine Ruhe
  • Tweetdeck: http://www.tweetdeck.com/beta/ – Dort kann man sich parallel verschiedene Ansichts-Spalten einrichten, in denen die Tweets nach Hashtags, Personen etc. ausgewählt erscheinen, also z. B. eine eigene #lerntt-Spalte – und parallel kann alles andere Tweets weiter verfolgt werden.
  • Hootsuite: Kurzerklärung mit persönlicher Bewertung: http://twittersmash.com/hootsuite-im-unternehmen/ – in diesem Zusammenhang im Wesentlichen mit den Funktionen des Tweetdecks – im Artikel und den dortigen Links mehr zum Unterscheid zu ähnlichen Tools)

Außerdem ist der Chat nachlesbar auf der Blogseite: http://lerntt.wordpress.com/twitterchat-vom-04-08-2011-2/ Man kann dort von Seite zu Seite blättern (44 Seiten) und liest von unten nach oben – wenn man was verstehen will😉.


Zum Inhalt und Verlauf:

Es gab Struktur gebende Fragen

F0: Vorstellungsrunde
F1: Erfahrung mit informellem Lernen
F2. Wie viel Ordnung ist notwendig, um Lernen zu ermöglichen?
F3: Kann eigenständiges lernen gefördert werden, wenn wir zu jeder Frage einen Lösungsweg präsentieren?
F4: Ist Anarchie im Traineralltag überhaupt möglich?

Es wäre irgendwie nicht fair, wenn ich jetzt jenseits des 140 Zeichen-spontan-Rahmens ausführlich und wohlüberlegt dazu schreiben würde.

Aber um die Inhalte selbst geht es mir hier auch gar nicht:
Schnittstelle Format –  Inhalt

Was hab ich daraus gelernt:
Doch kurz zum Inhalt: So sehr mir auch das Verharren in Definitionen wiederstrebt: Das unterschiedliche Verständnis von informellem Lernen in Abgrenzung zu nicht formalem, selbstgesteuertem, selbstorganisiertem Lernen etc. hat es in meinen Augen schwer gemacht, hier zu einem wirklich gemeinsamen Nachdenken zu kommen. Nichts desto trotz haben mir einzelne Gedanken daraus Spaß gemacht und / oder Anregung gegeben.

Bogen zum Format: Zur Frage „Brauchen wir noch Kurse oder lernen wir informell?“ gab es interessante Gedanken – aber keine Diskussion mit Ergebnissen. Was der Zielsetzung oder Nicht-Zielsetzung des Tweetchats ja vielleicht auch entspricht. ? !

Ist da auch anderes möglich? Kann ich in so einem Rahmen ergebnisorientierte Diskussion führen – Zu diesem Thema z. B. Kriterien für „Bei welchen Bedingungen, Ziele, Umstände ist eine Kursrahmen hilfreich oder notwendig – für welche informelles. Lässt sich ein sinnvolles Miteinander von beidem gestalten? Wie?“

Kann man das über ein Tweetchat / Twitterchat – also über einen Chat überhaupt, das ist eigentlich die Frage – das Format Chat ist ja nicht neu… Und da ich glaube / weiß / die Erfahrung gemacht habe:  „Ja – zumindest vorbereitend“, stellt sich die Frage: Wenn man das will, wie kommt man da hin? (Dazu dann vielleicht ein andern Mal – und vielleicht von anderen – ich bin ja (noch?) eigentlich mehr „die Asynchrone“)


Moderation?

Die Moderation beschränkte sich auf die Fragen – und das fand ich auch spannend. Und erst auf S. 25 von 44 wurde gefragt, wer eigentlich das Steuer in der Hand habe. (Mit der Antwort „Wir alle.“)

Es gab eine indirekte, sehr diskrete und effektive Moderation durch das Retweeten der Frage. Die Teilnehmenden selbst haben das platziert – eine selbstregulierende Gruppe😉 – beeindruckend.


Chat oder Tweetchat?

Ich frage mich – und alle: Was macht den Reiz des Tweet-/Twitterchats aus? Im Gegensatz zum herkömmlichen Chat in geschlossenen oder offenen Räumen?

Die Follower der Teilnehmer lesen die Tweets dessen den sie folgen (aber ohne de Zusammenhang) – daher werden sie vorher auch inforimert dass man an einem Tweetchat teilnimmt. Das ist sicher gute Werbung für den Tweetchat – aber auch reichlich lästig für die Follower, würde ich sagen…

Durch Retweets kann man einzelne Beiträge leicht weitergeben – auch kommentiert – und ihnen höhere Wertigkeit verleihen.  Mit der Vorannahme „Was oft weitergegeben wird, ist gut / wichtig“ oder anders herum?: Was gut / wichtig ist wird weitergegeben?

Ich tu mich damit noch schwer – aber ich glaube, ich habe das Wesen des Retweetens auch nicht durchdrungen…

Retweeten?

Das Retweeten wurde an einigen Stellen Thema: Wie schreibt man einen Retweet? Wer sieht die Retweets bzw. wo werden sie hingeschickt, wie kann man das steuern, es gab die Aufforderung, es solle doch mehr „ge-re-tweet-et“ werden?

Als relativer Twitter-Newbie könnte ich hier eine kleine „Gebrauchsanweisung fürs informelle Lernen per Twitter“ gut brauchen😉 Vielleicht mag sich da jemand aktiv für eine Twitter- / Retweet- Kultur einsetzen und kurz dazu was schreiben?


Kein Resümee

Und damit zu meiner ungelösten Lieblingsfrage, die den Bogen zum Chat-Thema wieder aufgreift:  Woher weiß ich, ob das, was ich informell gelernt habe, wirklich so stimmt, reicht, politisch korrekt ist, bessere Lösungen hätte etc.?

Schönen Dank den Webgrrls und Teilnehmenden für den schönen Anlass daran zu lernen und sich weiter auszutauschen!
Ich freu mich auf weitere Tweetchats – gern auch vor 15. 30 Uhr… oder nach 20 Uhr…
Und über Kommentare, Tweets, Retweets, Pingbacks und was ihr so habt ;-)   Jasmin

25/07/2011 / jasminhamadeh

Tools jenseits von Google…

Hallo Community! Hallo Community?

Ich arbeite weiterhin – in kleinen Pausen von allem anderen – OpCo11 nach…

Und ein paar Fragen stellen sich mir da – diesmal auf der „Tool-Seite“ – zu denen Sie / ihr vielleicht auch Ideen / Meinungen / Erfahrungen haben / habt:

Die Diskussion um Google+ macht mich hellhörig. Zum Glück ist mir gerade  noch eingefallen, dass ich ja bis letztens noch ohne Facebook und XING und Twitter auskam – und sich ein (zumindest potenzieller) echter Gegenwert für den Zeiteinsatz nur einstellt, wenn ich wirklich ausgewählt und wohlüberlegt damit umgehe… Also warte ich ab…. Da habe ich gerade andere Prioritäten.

Aber ich würd mich in Anbetracht der Google-Diskussionen nun gern weniger „in Google einbringen“… Und frage in die Runde:

Welche alternativen Suchmaschinen nutzt ihr? Arbeitet jemand z. B. mit „ixquick“ (finde ich beim ersten Ausprobieren sehr angenehm) oder „bing“ (ist allerdings von Microsoft)?  Oder hat sonst ganz gute Erfahrung mit einer anderen Suchmaschine?

Mit welchem Feedreader verwaltet ihr eure Abos?  (Ich versuch es gerade mit dem Freeware-Tool von Netzwelt – und bin ganz zufrieden. Nur die nicht löschbaren Nachrichten von Netzwelt stören ein bisschen – aber gut, es hält sich im Rahmen und die müssen wohl auch irgendwie Geld verdienen…)

Womit erstellt ihr Filmchen, die die Oberfläche eures Bildschirms abfilmen? Screencorder? Das hab ich vor ein paar Jahren mal genutzt (als Freeware glaube ich) – aber vielleicht gibt es da schon Schöneres? Dörte Giebel hat schöne kleine Sachen mit dem Google-Filmchen-Macher gebastelt…Ich schau auch nochmal die divernsen Tool-Listen aus der OpCo11 durch…

Und habt ihr (falls ihr nicht ohnehin auf Google+ umgesteigt ;-)) für euch ein sinnvolles Zusammenspiel von Facebook / XING (oder ähnliches) gefunden?

Wenn ich meinen Facebook-Account nicht einfach nur als Verweis auf XING nutze (wozu ich erstmal geneigt bin), dann hätte ich in Facebook gern rein Privates, in XING eher nicht rein private Kontakte. Mir scheint aber, dass die meisten zwei oder mehr (und oft recht große) Netzwerke betreiben… Was macht ihr damit? Wie nutzt ihr das eine und das andere?

Hätte es in OpCo11 nicht einige gute Beiträge mit Besipielen zu Facebook in der Lehre gegeben – ich würde mich da nach dem ersten Einarbeiten einfach wieder abmelden… aber vielleicht kann ich dem später nochmal mehr abgewinnen… muss die Links dazu nochmal nacharbeiten…

Und jenseits von „Tools-für-die-Lehre-im-weitestens-Sinne“: Als Alternative zu Google-Maps habe ich ganz positive Berichte über http://www.openstreetmap.org/ gelesen. Vielleicht lohnt das mal einen vertiefenden Blick…

So – Ende für heute.

Freu mich, wenn ihr Erfahrungen dazu teilen mögt und grüße herzlich
Jasmin

16/07/2011 / jasminhamadeh

Was dem Einzelnen nicht möglich ist… Tschüss OpCo11

14/07/2011 / jasminhamadeh

Rollenkonflikte? Ja! Nein! (auf dem Weg zum besseren Menschen) / Community? Ja bitte!

und ich dachte, ich hätte meinen letzten OpCo11-Post schon geschrieben…

Aber dann schau ich mir die Aufzeichnung von Mittwoch an… und telefonier mit „mons7“ – mein erstes Gespräch während der OpCo Zeit mit jemandem, der hier aktiv teilnimmt. Das hätte ich viel – viel! – früher schon machen sollen! Ja, bitte postet nochmal den Link zur TN-Liste zum selber Eintragen.

Also noch schnell ein bisschen „Fingernagel-Brand löschen“, bevor hier die Luken zu gemacht werden:

1. Rollenkonflikte

Dank an Claudia Bremer, dass sie das Thema Rollenkonflikte nochmal so offen angesprochen hat. Also, wenn die Veranstalterrolle dazu führen müsste, dass ihr nicht – wie die TN auch, eure Erfahrungen schreiben „dürftet“ – dann wünsche ich mir, dass andere die Veranstaltung leiten – aber nur, weil ich eure Erfahrungsberichte (auch als „Menschen“) sehr schätzen würde.

Wie geht man in so enier Veranstaltung damit um, zwischen verschiedenen Rollen zu stehen?

Ich schanke zwischen: „Ja, das ist ein sehr schwieriges Feld“ und „Ach, ist doch ganz einfach!“

Schwieriges Feld:  Ich spüre es selbst:

  • Ich bin mittlerweile ganz aufgeschlossen gegenüber meinen weißen Flecken auf der Wissenslandkarte. Lebenslanges Lernen und so, Lehre sind Lerner… – klar darf ich zeigen, was ich nicht weiß und kann.  Aber wie sehen das diejenigen, bei denen ich im Bewerbungsverfahren bin oder bei denen ich Aufträge aquiriere?
  • Und was ist mit denen, die bei mir Kurse machen oder gemacht haben? Mach ich ihnen ein für sie hilfreiches „Expertenbild“ von mir kaputt?
  • Und dann habe ich auch e-Teaching Erfahrungen gemacht, die ich gern teilen würde (damit andere sie nicht mehr machen müssen…). Aber ich möchte ungern, dass Interessierte munkeln, wo ich diese Erfahrungen wohl gemacht habe und auf meiner Referenzliste suchen…  Also halte ich das zurück – oder allgemeiner als ich möchte.
  • Und manchmal gefalle ich mir, ehrlich gesagt, sehr darin, irgendwie schlau zu scheinen (oder im günstigsten Fall auch zu sein). Und das mach ich mir nicht so gern wieder kaputt, indem ich zugeben muss, ganz simple, gängige andere Dineg nicht zu kennen.. So ganz hat mich das dann doch nicht durchdrungen mit dem Lehren / Lernen…

Andererseits: Ganz einfach:
Wenn ich in meinen Rollen authentisch bin  – habe ich eigentlich keine Probleme:

  • Wo ich nicht weiter weiß, tu ich auch nicht als könnte ich das.
  • Wo mir etwas nicht gefällt oder besonders gut gefällt, versuche ich das zu vermitteln – wenn es mir wichtig genug ist und das irgendwie konstruktiv sein kann.
  • Ich lebe im Netz wie im Offline-Alltag die gleichen Werte.
  • Rollenkonflikte mach ich transparent – und die Entscheidung, die sich daraus ergibt auch.

That’s the whole story. Take me – or leave me.

Hm – Ich müsste ein toller Mensch sein, wenn es so wäre: Aber attraktive Zielmarken sind das schon, finde ich.  Und neben all dem Ärger, den „das Netz“ machen kann: Vielleicht hilft mir das Web 2.0 und all die „Rollen-Konflikte“, mit denen wir hier zu tun haben können, diesen hehren Zielen näher zu kommen. Sonst kommen wir irgendwann mit unseren Identitäten „in Tüddel“  (wie wir Norddeutschen sagen) – so wie mit unseren Passwörtern…


2. Community?!

Gibt es eine OpCo11 Community? Oder mehrere? Oder gar keine? Ist das irgendwie wichtig?

Ich dachte, es gäbe eine – und ich stünde danneben und „füttere irgendwie zu“ – darf mir aber auch jederzeit gern was nehmen. Nachdem ich die Mittwochs-Aufzeichnung gesehen und mal mit „mons7“ telefoniert habe (mein erster offline-Austausch mit einer aktiven OpCo11-Teilnehmerin! Das hätte ich viel – viel! – früher schon tun sollen), denke ich: Nee,  eine Community gab es nicht.

Und jetzt glaube ich, dass die dringende Empfehlung, die ich unseren kleinen virtuellen Teams in den Kursen immer gebe, auch für größere Veranstaltungen gilt: Für alle, die aktiv am Austausch beteiligt sind: Es ist merh als hilfreich einen Kanal zu finden und zu nutzen, in dem sich die TN regelmäßig austauschen – gern auch informell. Immer einen Kanal offen zuhalten, in Tuchfühlung mit den Menschen dahinter zu bleiben. Das kann ein fester Stammtisch-Termin in Adobe Connect sein, zur Not ein Forum – aber eines, in dem auch wirklich die Menschen hindurchscheinen.

Ach so – ich glaube nicht, dass sich da dann 79 TN oder so „austauschen müssten“. Ich denke, es gibt eine kritische Menge. Wenn die erreicht ist, kommt keiner dazu – oder häufiger noch: wenn die kritische Menge überschritten ist, steigen nach und nach so viele aus, bis es wieder passt. Vielleicht hat da jemand Erfahrungen zu? In Fachforen schätzte ich die Grenze bei ca. 12 aktiven TN.

Für viele  erscheint das als Ballast, der noch mehr Zeit frisst, aber ich glaube:  Was wirklich Zeit und Energie kostet, ist: Wenn einzelne Formulierungen aus Unsicherheit – oder in online-Veranstaltungen „handelsüblicher Paranoia“ – falsch verstanden und bewertet werden; wenn man meint herauszuhören, dass der eine oder die andere genervt ist, einen für zu unerfahren hält, zu wissenschaftlich, zu was auch immer. Wenn man schwer entscheiden kann: Ist das Wertschätzung oder Liebdienerei? Kritik oder Niedermachen? Wenn man sich selbst in seiner eigenen Rolle nicht (mehr) leiden mag: Z. B. die ewig Strukturierende, Ermutigende, Diplomatische…

Oder sind das auch individuelle, meiner Sozialharmonie geschuldete Erfahrungen, die ich nur glaube, vielfach beobachtet zu haben? Sowas evaluiert man ja nicht (oder?) …

Hm – tja, und damit beantworte ich jetzt die Frage „Ist es denn wichtig, ob es eine Community gibt – in so einem Rahmen?“ ganz anders als ich zu Beginn des Beitrags dachte…

Ja, mich würde es viel weiter bringen, wenn die Energie und das Potenzial des Miteinanders (und darum geht es ja, deshalb wird ja zeitlich getaktet) für Austausch und Reflexion genutzt werden kann – und einen wertschätzend vorantreibt. Und dafür braucht es m. E. eine Art von sozialer Basis (s. z. B. Gilly Salmons Stufenmdell).

Und vielleicht würde das auch die reinbringen, die sich nicht trauen / unsicher sind? Und Zaungäste können ja trotzdem zusehen / lesend lernen.

So, jetzt mal fix offline weiter,
euch grüßt Jasmin- nochmal mit bestem Dank an alle Aktiven!
(PS: Oh Mann, und ich dachte, nun bin ich durch OpCo11 irgendwie up to date und jetzt kommt google+… Muss ich das auch können? )

11/07/2011 / jasminhamadeh

OpCo und ich: Einstieg Antrieb Wilson Vorschläge Was mach ich draus?

Und noch einen, weil ich nicht weiß, wann ich wieder dazu komme:
Wie geht es mir in und mit OpCo?

Einstieg
Den eigentlichen Einstieg hab ich nicht durch die Bekanntmachungen, die Einladungen, die Themen etc. bekommen, sondern durch ein Missverständnis im Zusammenhang mit dem Veröffentlichen von Blogposts (ich wusste nicht, was gemeint war…), das David Weiß aus dem OpCo Team so freundlich aufgeklärt hat, dass ich dachte, wenn er sich so eine Mühe macht, dann mach ich mir auch welche – und habe einen Blog eingrichtet.

Dass ich den dann auch so aktiv genutzt habe, hat mich selbst überrascht. Da hat OpCo11 wohl genau meinen Hunger nach Input, Nachdenken, Feedback holen / kriegen, Austausch zu E-Learning-Themen getroffen. Seit ein paar Jahren arbeite ich freiberuflich und nicht so gut vernetzt. Vor meinen diversen Elternzeiten war da noch nicht so viel Netzwerk, auf das ich auch vom Home-Office zugreifen konnte. Also einige Jahre e-Learning /-Teaching-Arbeit – ohne regelmäßigen Austausch mit MitsteriterInnen.

Zugang / Fokus
Wie ging das? Ich habe Zeiten gesucht, in den ich mindestens 1 oder 2 Stunden am Stück lesen / schreiben / lernen konnte. Das war gut und wichtig. In den Kleinteilen verlier ich mich schnell. Als Struktur-Fetischistin macht mich das Format total nervös. Und regt mich andererseits an… vermehrter Stoffwechsel durch Reibung vielleicht😉

Mein Fokus war in der Regel:  Wie steh ich zu dem Thema aus meinen Erfahrungen? Wie k ann ich das, was andere dazu denken, wissen, erfahren haben, für meine Kurse nutzbar machen. Was kann ich sonst daraus mitnehmen? Was kann ich für andere beitragen? (Erfahrungen, Erkenntnisse, Fragen, Ideen) Weiterlesen …

11/07/2011 / jasminhamadeh

frisch aus der Qualitätsmühle: von hüben nach drüben

oh oh – Woche 11 und ich hänge noch in der Qualitätsmühle… nützt ja nix, da muss ich erstmal durch, vielleicht kommt noch jemand mit? Ich monologisier mal (wieder) ein bisschen ungehemmt:

Warum sollte man sich überhaupt Gedanken dazu machen: Die Verantwortung für den Lernprozess liegt doch mehr und mehr bei den Lernenden.

Tja, irgendwie schon. Aber: Wenn wir Bedingungen schaffen könnten, unter denen Menschen nachhaltiger, motivierter, anwendbarer, reflektierter, einfacher usw. (um nicht zu sagen „besser“…) lernen – wäre das nicht wirklich mal ein sinnvoller Beitrag zur Gesellschaft oder wozu auch immer?

Also los: Ulf Ehlers fragt u. a. in seinem Vortrag am Mittwoch nach einer möglichen „Passung von offenen Lernformen und geschlossenen Institutionen“ – und findet damit ein weiteres Bild für den Brückenbau zwischen informellem und formellen Lernen.

Ich schleich jetzt schon eine Weile  um die beiden Pole drum herum und starte im formalen Lernen: Weiterlesen …

05/07/2011 / jasminhamadeh

Können wir Qualität zu selbstorganisierten Lernprozessen hinzu liefern?

Qualität im lebenslangen lernen / Gut lernen.

  • Ich möchte Ziele haben.
  • Ich möchte die richtigen Ziele haben.
  • Ich möchte diese Ziele erreichen.
  • Ich möchte wissen, dass ich die Ziele erreicht habe.

Dann war mein Lernen gut.

Und was brauch ich für einen solchen „guten Lernprozess“?


Gib mir Zwang.

Um eine wirklich komplexe Sache durchzuarbeiten, mich einzuarbeiten, zu reflektieren – so richtig – mit Implikationen für mein und anderer Leuts Leben / Arbeit etc. – brauch ich… nicht v. a. Zeit, sondern „zeitliche Rechtfertigung“.

Jemand muss sagen, dass ich mindestens zwei Tage im Monat / 1 Stunde am Tag (oder so) für Weiterbildung nutzen muss, sonst… (irgendwas, was alle schlimm finden).

Ich muss all den anderen die was von mir wollen sagen können: Ich muss jetzt lernen, die Deadline läuft ab, ihr wisst ja, was sonst passiert… Lernen wird sonst (nach dem Eisenhower-Prinzip) immer Kategorie B sein: sehr wichtig, selbst zu erledigen, aber nicht dringend – und von Aufgaben der Kategorie A (sowohl dringend als auch wichtig) verdrängt. Und dann bleibt mein Lernen an der Oberfläche.


Stand by my side.

Um eine komplexere Sache durchzuarbeiten, mich einzuarbeiten, zu reflektieren – so richtig – mit Implikationen für mein und anderer Leuts Leben / Arbeit – brauch ich… Motivation und Begleitung – auf sozialer und inhaltlicher Ebene.

Jemand muss ab und zu sagen. Danke für deinen Beitrag, an y und z hätte ich selbst nie gedacht. / Achtung, du hast xy nicht mit in deine Überlegungen einbezogen / Schöne Beispiele, das werde ich auch mal versuchen. / Toll, wie du das hinbekommst – mit drei kleinen Kindern, den laufenden Aufträgen und der Akquise, mit Bewerbungen und der Wohnungssuche und und und / Macht Spaß mit dir zu denken. / Unter Punkt 4.3 gehst du von falschen Voraussetzungen aus: …

Sonst schaffe ich den Weg nicht bis zu den „wirklichen Fragen“.


Experten her!

Und dann sitze ich in den Details – und komm nicht weiter, weil ich es einfach nicht verstehe, den Fehler nicht finde – ich komme nicht ans Ziel. Ich brauche Unterstützung von einem, der sich auskennt.


Ich brauch ein Navi

Ich mach mich schlau, wie ich Blogs schreibe, eine Homepage bastel, WIKIs einsetze, wie ich Excel für meine Auftragskalkulation nutzen kann. Und und und…

Mach ich das richtig? Gibt es Regeln, die ich (noch) nicht kenne? Gibt es bessere / effektivere Wege? Gibt es mehr / andere Einsatzmöglichkeiten? Wer kann das beurteilen? Wer kann meine Position bestimmen und mir sagen, auf welchem Weg ich weiter kommen kann? Wie geht mein selbstorganisiertes Lernen weiter, wenn ich nicht mehr weiß, welche Frage ich stellen muss, um weiter zu kommen? Ich brauche


Ja und? Mal wieder eine neue Rolle für uns Lehrende?

Das sind für mich Faktoren, die Qualität im Lernen ermöglichen. Da sind dann die Lernobjekte weniger als zweitrangig.

Und das sind daher auch die Faktoren, die ich in meiner Lehre berücksichtigen möchte. Und deshalb finde ich den Brückenschlag zwischen selbstorganisiertem Lerne und Qualitäts-Sicherungs-Punkten so wichtig.

Wie kriegen wir sowas hin? Können wir „Zwang“, inhaltliche und soziale Begleitung, Expertentum und Standortbestimmung von außen zu selbstorganisierten Prozessen „hinzu liefern“? Das wäre doch auch eine spannende neue Rolle für uns Lehrenden, oder?

Können wir auch in lernzielgesteuerten und strukturierten Lernprozessen ausreichend Raum und Anreiz zum Selbstorganisation geben?

Gibt es ein machbares Dazwischen?
Fragt sich und euch und Sie
Jasmin

PS: Diese Überlegungen überschneiden sich nicht zufällig mit denen zur Frage, ob / wie Medienkompetenz geschult werden soll. Gerade das ist ja ein Bereich, den man klassischerweise selbstorganisiert lernt – und in dessen Kontext sich viele der o. g. Gedanken schon aufdrängten…

01/07/2011 / jasminhamadeh

vom Micro-Lernen satt geworden

… zumindest bin ich am Ende einer Phase eines (mehr oder weniger) „kollaborativen Verdauungskreislauf aus Web 2.0 Modulen“.

Ich habe die Live-Session mit Martin Lindner nachgearbeitet, Blogposts und Tweets gelesen und denke:

Es geht gar nicht um Micro-Lernen. Es geht – mal wieder – um den Abgesang von Lernen in vorgegebenen Szenarien mit festgelegten Lernzielen (Entschuldigung, das ich das immer noch so nenne, ich komme mir selbst allmählich komisch vor😉 )

Oder vielleicht weniger polemisch: Micro-Lernen, wie es v. a. im Vortrag vorgestellt wird, hat folgende Prämissen:

  • Es geht nicht um herkömmliches „Lernen“, sondern um „Wissensarbeit“.
  • Über „beiläufige Aufmerksamkeit“ soll der „Wissensarbeiter“ erreicht werden.
  • Es muss der „Eindruck von Einfachheit erzeugt“ werden.
  • „Informationen müssen unangestrengt fließen“ und so „automatisches Lernen“ mit sich bringen.

Ich glaube sofort, dass das einen Reiz hat, dem ich auch selbst gern mal erliege – und manchmal auch ganz bewusst. Und vielleichtbezahle ich auch manchmal Geld dafür… Weiterlesen …

29/06/2011 / jasminhamadeh

Formate für Micro-Learning / ab „mittelgroß“ eigentlich didaktische Methoden / Lernszenarien

Idee: Microlearning – in verschiedenen Formaten

Anregung aus: http://ietherpad.com/microlearning00

Formate:

opco-designer sich das mal überlegen: neue formate – zeitlich gesehen. Was wir grad haben ist: eine Woche „Selbststudium“ und ein bisschen Kommunikation und dann 1 Stunde Vortrag mit Diskussion oder Gruppenarbeit

Anja Wagner und ich haben ja mal vor 2 jahren überlegt, wie so ein selbstgesteuertes gruppenlernen so designt werden könnte, dass es zeitlich ökonomisch gehen kann. das war: 7 leute verfolgen ein „lernprojekt“ mit klarem zeitplan, spielregeln, resultat. zeitlich so, dass es „nebenher“ machbar ist, für berufstätige. (darüber haben wir zwei ja damals eh geredet, fällt mir ein:) wie ein WoW-Raid, quasi. oder die „sprints“ von scrum-programmierern.
Das ist interessant! Man muss überlegen, für welche Lernprojekte das Format infrage kommt. Jedes Lernprojekt/Lernvorhaben hängt mit der Zeit, die es braucht, vom Gegenstand ab.(…) Es gibt kleinere und größere Formate.
(…) „kurz“, „mittel“, „lang“, also 3 Formatgrößen zur Auswahl wär schon gut.
wir hatten damals die idee von 3 monaten, mit 2wöchigen online-echtzeittreffen, ein thema, rotierende rollen nach einem art drehbuch, dazu eine vorpräparierte webapp-umgebung (alles natürlich änderbar & anpassbar, aber als vorleistung, damit man gleich loslegen kann). am ende ein kollektives „produkt“, das man vorzeigen kann. zusammen mit dem prozess auch auf wunsch zertifizierbar. „
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Was könnte ich an Micro-Learning-Aktivitäten / Elementen sinnvoll einbinden?

 

kleinklein – aber kontinuierlich im Kursverlauf

 

über Twitter: Hashtag für die einzelnen Kurse, darüber dann Hinweis zu neuen Blogposts, zu meilensteinartigen neu eingestellten Beiträgen im Forum (Zwischenzusammenfassungen etc.) usw.

Audioboos, themenbezogen, auch als MP3 zum Downloaden

 

über 1 – 2 Wochen mit den TN

 

arbeitsteilig / in verschiedenen Rollen Informationen, Bsp. Argumente etc. zusammentragen in WIKIs, Etherpads, einem gemeinsamen Blog o. ä. – in einstündigem VC mit vorgegebener Struktur / Aufgaben vor dem Hintergrund einer konkreten Fragestellung zusammenführen (siehe auch Konzert à la Spannagel)

 

Hm – liste ich bei allem „größer als kleinklein“ nicht eigentlich didaktische Methode auf, die sich eben aus Einzel-Elementen zusammensetzen…? Und mehr oder weniger umfangreich sind? Und beim Format „groß“ würde ich dann über Lernszenarien nachdenken?

 

Äh – ich leg das erstmal wieder zur Seite und schau, was der Vortrag an Impulsen bringt…

 

Jasmin, die sich irgendwie gerade im didaktischen Mikro-Kreis dreht… (daher – erstmal? – ohne opco11-Tag, halbprivat…)

 

Nachtrag 02.07.2011: Nun durch „alles“ durch-gelernt“ – und ich bleibe bei der Einschätzung s. o. – mehr dazu  im Extra-Post

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